Schriftzug Jugendorchester
Stand: 201703
Geschichte

135 Jahre Schülerkapelle / Jugendorchester Karlsruhe

Vorbemerkungen

Das Jugendorchester Stadt Karlsruhe e.V. besteht als gemeinnütziger Verein gerade einmal seit 2006. Dennoch ist es wohl eines der ältesten Jugendorchester Deutschlands, hervorgegangen aus der 1883 gegründeten Schülerkapelle Karlsruhe (sowie aus der Knaben- und Jugendkapelle, die nach 1885 in der Schülerkapelle aufgegangen ist).

Blättert man in alten Unterlagen, stößt man teilweise auf eine längst vergangene Welt mit dem ihr eigenen Pathos, aber auch auf Vieles, was noch verblüffend aktuell ist. Zu diesen zeit-übergreifenden Gemeinsamkeiten gehören unter anderem Jugendarbeit, soziales Engagement, Ausbildung auf hohem Niveau und die Freude an der Musik.

Und seit etlichen Jahren wird das "JOK" immer mehr als "Aushängeschild der Stadt", als "Botschafter und Motor der diversen Städtepartnerschaften" (so die BNN am 26.10.2016) wahrgenommen.

Die Krönung des unermüdlichen und erfolgreichen Wirkens war die Verleihung der PRO MUSICA-Plakette durch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup beim Jahreskonzert am 23.11.2013. In seiner Laudatio attestierte das Stadtoberhaupt: "Das Jugendorchester Stadt Karlsruhe zählt zu den kulturellen Kostbarkeiten von Karlsruhe".

Die nachfolgenden Zeilen sollen in knappster Form die 130-jährige Geschichte der Schülerkapelle / des Jugendorchesters Karlsruhe anreißen. Denjenigen, die tiefer in die letzten 130 Jahre eintauchen möchten, sei die immer noch lesenswerte, vom Heimatschriftsteller Toni Peter Kleinhans redigierte Festschrift "100 Jahre Städtische Schülerkapelle Karlsruhe" empfohlen.

Die Gründer- und Aufbaujahre

1883 fanden sich einige Karlsruher Familienväter, deren Söhne laut Chronik "die Lust zur Erlernung eines Blasinstruments zeigten", zusammen, um ein Orchester zu gründen.

Die neue Knabenkapelle trat am 10. und 23. September 1883 erstmals öffentlich auf. Bei der festlichen Einweihung der Gartenstraßenschule intonierte sie zu Ehren des Großherzogs den Hymnus "Heil unserm Fürsten, Heil" und bei den Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Aufhebung der Leibeigenschaft in Baden den Choral "Großer Gott, wir loben Dich". Letzterer ertönte auch am 09. April 1884 bei den Feierlichkeiten zum Abschluss des Schuljahres in der Karlsruher Festhalle. Alle Auftritte sind durch Berichte in den "Karlsruher Nachrichten" belegt. Stabstrompeter a.D. Glück, der erste Dirigent, scheint sehr bald ein breiteres Repertoire einstudiert zu haben, denn -so die Chronik- "fortan war die Knabenkapelle nicht mehr aus dem öffentlichen Leben der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe wegzudenken". Die Kapelle war seit 1883 eine städtische Einrichtung. Wie die Knabenkapelle und die Schülerkapelle in den ersten Jahren ihres Bestehens (bis zur Vereinigung nach 1885) nebeneinander existierten und welche Rolle Hofmusikus Alois Messmer spielte (er wird ebenfalls als Dirigent genannt), lässt sich nicht mehr mit Bestimmtheit sagen.

Schon bald zählte die Schülerkapelle 48 Musiker. 1886 werden ihr "sehr anerkennenswerte Fortschritte" attestiert, aus dem Jahr 1887 wird berichtet, sie hätte "tüchtige Leistungen" gezeigt bei Schulfesten, städtischen Veranstaltungen, "vaterländischen Gedenktagen" und den regelmäßigen Konzerten im Stadtgarten.

Bis weit in die 1890er Jahre hinein sind die Musiker wohl in ihrer eigenen Kleidung aufgetreten, denn die blaue Litevka mit Goldknöpfen und blauen Schildmützen, für Jahrzehnte Uniform und Erkennungszeichen der Schülerkapelle, wurde erst 1897 bei der Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Eine Erfolgsgeschichte...

Berichte aus der Zeit der Jahrhundertwende lassen eine Erfolgsgeschichte erkennen. Sie ist untrennbar verbunden mit Dr. Ludwig Gerwig als Vorstand sowie Kapellmeister Hofmusikus Roth und Hauptlehrer Karl Wölfle als Dirigenten.

Elf öffentliche Auftritte mit jeweils 75 Musikern fanden allein im Jahr 1900 statt, darunter mehrere Wohltätigkeitskonzerte. 28 neu eingeübte Stücke kamen binnen Jahresfrist zur Aufführung.

Vier Lehrer erteilten Musikunterricht mit der Zielsetzung, "musikalisch angelegten, braven und fleißigen Kindern Gelegenheit zur Ausbildung in Musiktheorien und in der Handhabung von ... Instrumenten zu bieten", wie 1905 formuliert wurde. Fleißig mussten die jungen Musiker tatsächlich sein: Von Montag bis Freitag waren zweistündige Proben angesetzt, zweimal wöchentlich trafen sich die Blech- und die Holzbläser, und zweimal waren auch Gesamtproben angesagt.

Mit eiserner Konsequenz achteten die Verantwortlichen zu jener Zeit übrigens darauf, dass nur Karlsruher Bürgersöhne in die Schülerkapelle aufgenommen wurden. Der Aufnahmeantrag eines jungen Mannes aus dem damals selbständigen Bulach hatte keinen Erfolg.
Die Stadtgartenkonzerte der Schülerkapelle waren vor dem Ersten Weltkrieg " der Hit" bei der Karlsruher Bevölkerung, wie man heute sagen würde. Sie fanden bei gutem Wetter jeden Sonntagmorgen statt. "Jung und Alt, Arm und Reich" spendeten reichlich Beifall, wenn aus dem hölzernen Musikpavillon feierliche Choralmusik, Volkslieder, Ouvertüren und Märsche erklangen. "Die Mühle im Schwarzwald", "Im schönen Elbflorenz", "Veilchen im Schnee" gehörten ebenso zum Repertoire wie die heute nicht mehr so zeitgemäß anmutenden Märsche "Für Kaiser und Reich", "Kriegsbilder 1870/71" oder "Unter preußischer Fahne".

Sogar für eine politische Diskussion sorgten die Stadtgartenkonzerte: 1906 forderte der Stadtverordnete Brandel, es sollten "mehr als bisher" im Stadtgarten Konzerte stattfinden, böten sie doch "dem Arbeiter" die einzige Gelegenheit, derartige Veranstaltungen zu besuchen.

Im Jubiläumsjahr 1908 unternahmen 101 Schüler der Kapelle mit "Meister Wölfle" einen Konzertausflug nach Herrenalb. Einige der Zöglinge wurden für das gut besuchte Konzert im Kurgarten neu eingekleidet, eine Uniform kostete damals 12 Mark und 50 Pfennige.

Kriege, Weimarer Republik, Wirtschaftskrise, Diktatur

Der Erste Weltkrieg forderte auch unter den Musikern der Schülerkapelle zahlreiche Opfer, allein 1915 sind vier Zöglinge gefallen. Und dennoch sehen wir eine heute nicht immer nachvollziehbare Normalität in den Kriegsjahren: Der Übungsbetrieb ging ebenso weiter wie Auftritte und Konzerte, immer öfter auch in Lazaretten. 1918 hatte die Schülerkapelle 154 Musiker, und noch im März 1918 gab man sich eine neue Satzung.

Die Abdankung des Großherzogs und das Kriegsende bedeuteten für die Schülerkapelle keine wirkliche Zäsur; schon 1919 fanden mehrere Konzerte statt.

In das Jahr 1919 fällt auch eine -offensichtlich unbeantwortete- Anfrage des Karlsruher Stadtrats an das Generalkommando des XIV. Armeekorps in Durlach, inwieweit Instrumente und Gegenstände der aufgelösten Regimentskapellen für Zwecke der Städtischen Schülerkapelle zu Verfügung gestellt werden könnten.

Zeitzeugenberichte ergeben ein facettenreiches Bild der Situation in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren. Rektor Martin Greulich (er hatte seine musikalische Laufbahn bei der Schülerkapelle 1895 als Zehnjähriger begonnen) übernahm 1925 die Stabführung von Karl Wölfle. Ihm werden "jugendliche Frische und mitreißender Elan" attestiert. Von den Auftritten beim alljährlichen Sommertagszug im Stadtgarten, wo "Der Mai ist gekommen" oder "Strieh, strah, stroh, der Sommertag isch do" ertönte, den Ausflügen auf den Michaelsberg oder nach Mainz, schwärmten "Schülerkapeller" noch Jahrzehnte später.

Indessen wirkte sich auch die Weltwirtschaftskrise auf den Alltag der Kapelle aus. Der Stadt fehlten die finanziellen Mittel für den Kauf von Noten und für die Bezahlung der Lehrkräfte. Dennoch ging der Übungsbetrieb weiter, die Lehrer verzichteten -jedenfalls im Jahr 1932- auf ihr Honorar. Viele Musiker hielten damals der Kapelle weit über das Schüleralter hinaus die Treue, hatten sie doch angesichts der Massenarbeitslosigkeit jede Menge Freizeit. Einer von ihnen war Franz Kniel, der die schlimmste Rezessionszeit von 1931 bis 1933 als Profimusiker in der Unterhaltungskapelle Leopold Käser überbrückte und allabendlich in einem großen Karlsruher Lokal auftrat.

Auch die Schülerkapelle entging der Gleichschaltung der Nazis nicht, sie wurde in die Hitlerjugend integriert. Standhaft und konsequent wehrte sich Martin Greulich bis zu seiner Einberufung bei Kriegsbeginn gegen die zunehmende Ideologisierung und Militarisierung, für ihn stand die Musikerziehung im Vordergrund.

Der Neubeginn, die frühen fünfziger Jahre

Im Juni 1947 ließ Oberbürgermeister Friedrich Töpper bekannt machen, er beabsichtige, das Karlsruher Schülerorchester in seiner Tradition wieder aufleben zu lassen. An die Bevölkerung richtete er die Bitte, "Musikinstrumente aller Art, auch leicht beschädigte, für diesen Zweck zum Kauf, leihweise oder als Spende zur Verfügung zu stellen". Das Echo war ermutigend, insbesondere von einer aufgelösten Werkskapelle kamen zahlreiche Instrumente. Ende Dezember 1947 wurde in der Lidell-Schule der Unterricht wieder aufgenommen, der Stadtrat genehmigte im Februar 1948 nachträglich die Wiedergründung der Kapelle unter der Regie des Stadtschulamtes.

1950 übernahm Martin Greulich erneut das Dirigentenamt, dieses Mal von Paul Melber. Mit dem ersten Stadtgartenkonzert nach elf Jahren am 08. Oktober darf der Wiederaufbau als abgeschlossen gelten.

Höhepunkte der frühen fünfziger Jahre waren die Feier zum 65. Geburtstag von Martin Greulich und das Festkonzert zum 70. Jubiläum der Schülerkapelle im Jahr 1953. Generationen von Musikern trafen sich bei beiden Anlässen -teilweise nach Jahrzehnten- wieder. Zum Abschluss des Jubiläumskonzerts trat in der Stadthalle ein "Riesenorchester" von 150 alten und jungen Musikern auf.

Anknüpfen an bewährte Traditionen

Nach dem zu frühen Tod von Martin Greulich übernahm Hauptlehrer Ernst Fleig 1954 die Schülerkapelle, es sollte eine über zweieinhalb Jahrzehnte dauernde äußerst fruchtbare Zusammenarbeit werden.

Wir lesen von zahlreichen Auftritten in den Jahren 1955 und 1956 (unter anderem Stadtgartenkonzerte, Einweihungen öffentlicher Gebäude, Weihnachtskonzerte).

Absoluter Höhepunkt war eine Konzertreise im Oktober 1956 nach Nancy. Elf Jahre nach Kriegsende waren Vorbehalte durchaus noch noch an der Tagesordnung. Die 53 jungen Musiker, darunter die vierzehnjährige Ingrid Nagel aus Rintheim als einziges Mädchen, eroberten indes die Herzen der Bürgerinnen und Bürger von Nancy und dürfen für sich in Anspruch nehmen, an den Fundamenten für die Städtepartnerschaft mitgewirkt zu haben.

Beim Festkonzert zum 75-jährigen Bestehen der Schülerkapelle am 07. Dezember 1958 im Großen Saal der Stadthalle attestierte Stadtdirektor Dr. Keidel (der spätere Freiburger Oberbürgermeister) den Musikern, wieder den Stand der erfolgreichsten Perioden ihrer Geschichte erreicht zu haben. Erstmals seit der Neugründung waren die Jungmusiker einheitlich gekleidet, sie trugen -wie heute- blaue Jacken mit dem Stadtwappen und Goldknöpfen.

Presseberichte der sechziger und siebziger Jahre enthalten zahlreiche Superlative: Im Zusammenhang mit einer Konzertreise nach Freiburg wird die Karlsruher Schülerkapelle Karlsruhe als "die Beste im süddeutschen Raum" bezeichnet. Mehr und mehr rückten die Weihnachtskonzerte in den Mittelpunkt der Auftritte und zeugten von dem herausragenden musikalischen Niveau, einmal übermittelte sogar Landtagspräsident Franz Gurk telegrafisch seine Anerkennung.

1962 stellte Ernst Fleig in seinem Jahresbericht heraus, dass in der Konzertklasse junge Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, "Volksschüler, Oberschüler, Abiturienten, Studenten Handwerker und Kaufleute", gemeinsam musizierten. Dank der Mittel, die die Stadtverwaltung zur Verfügung stellt, könne "dieser Jugend gerade das Beste geboten werden". Gute zehn Jahre später berichtete Fleig, dass auf der Grundlage der in der Schülerkapelle geleisteten Bildungsarbeit fünf ehemalige Mitglieder im Musikkorps der Bundeswehr und ein Bassist am Staatstheater in St. Gallen spiele, ein Abiturient plane, ein Musikstudium aufzunehmen.

Nach Ernst Fleigs Tod im Oktober 1980 übernahm Erich Hohler -er hatte eine langjährige Erfahrung als Lehrkraft- vertretungsweise den Taktstock, zum April 1981 beauftragte das Schulverwaltungsamt dann Reallehrer Walter Münchgesang mit der Leitung der Schülerkapelle.

In die Ära Münchgesang fiel das 100. Vereinsjubiläum. Oberbürgermeister Otto Dullenkopf resümierte beim Festkonzert am 05. November 1983: "In der Städtischen Schülerkapelle war immer das Bewusstsein lebendig, dass dem erstrebten Erfolg der Fleiß vorausgehen muss; und dass die vielen schönen Stunden, die sie ihren zahlreichen Freunden bescherten, errungen sein wollen durch beständige persönliche Einsatzbereitschaft. Mitreden ohne Mitmachen zählt hier nicht".

Aufbruch ins zweite Jahrhundert

Roland Felder hieß der Dirigent ab April 1987, auch sein Name steht für Kontinuität und höchste Qualität, leitete er doch "sein" Orchester ziemlich genau 20 Jahre lang und führte es national und international (unter anderem in Tschechien und Ungarn) zu höchsten Erfolgen. Unvergessen ist der Auftritt beim Internationalen Blasorchester-Wettbewerb in Prag im Jahr 1999, als die Städtische Schülerkapelle Karlsruhe sich unter 18 Erwachsenenorchestern (!) das Prädikat "Mit sehr gutem Erfolg" in der Oberstufe und das Goldene Band von Prag erspielte. Zusätzlich erhielt es den Sonderpreis für die beste Interpretation des Pflichtstücks "Tanec Clownu". Der Komponist dieses Stückes beglückwünschte das Orchester in der Prager Sporthalle vor über 800 Zuschauern.

Übrigens ist auch der heutige Orchestername Roland Felder zu verdanken: Bei Auftritten im Ausland erwies sich der Name "Städtische Schülerkapelle Karlsruhe" immer wieder als Zungenbrecher. So veranlasste Felder im Jahr 2000 die Umbenennung in "Jugendorchester Stadt Karlsruhe".

Und last but not least zeigten die Orchester-Verantwortlichen unter Roland Felder ein glückliches Händchen, als sie 1989 die roten Musikerjacken durch blaue ersetzten. Das zeitlose Outfit hat allen Modeerscheinungen getrotzt und gefällt auch heute noch.

Beim Weihnachtskonzert am 04. Dezember 2006 wurde Roland Felder mit "Time to Say Goodbye" und stehenden Ovationen verabschiedet.

Er übergab ein Orchester, das als eines der wenigen Orchester der Altersstufe in der Stufe D (Oberstufe) spielt. Darüber gibt es nur noch die Klasse E (Höchststufe).

Ebenfalls in der Ära Felder -im Jahr 2006- wurde das Jugendorchester in einen eingetragenen Verein umgewandelt.

Der derzeitige Dirigent Thomas Paha hat ebenfalls tiefe Wurzeln in der Schülerkapelle: Ab 1971 war er aktiver Musiker, seit 1981 Lehrkraft für Posaune und Tuba. Bereits sein Debut beim Weihnachtskonzert 2007 fand große Beachtung. "Sehr amüsant und sehr gelungen", resümierten die Badischen Neuesten Nachrichten.

In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche hochkarätige Veranstaltungen und Events, eine Art Markenzeichen sind die seit 2011 regelmäßig stattfindenden "Come Together" Treffen mit dem Jugendblasorchester Halle, dem Krasnodarer Jugendorchester "Die neue Welle", dem "Orchestre à vent et percussions" des Conservatoire Régional du Grand Nancy, dem "Robin Hood Youth Orchestra" aus Nottingham und dem Blasorchester der Nationalen Kunstschule "Ion Vidu" Temeswar. Ein großartiger Höhepunkt war 2015 das "Come Together KA 300", als die Jugendorchester aus den Partnerstädten vor Ort zu Karlsruhes 300. Geburtstag gratulierten; unvergessen bleiben die beiden Open Air Konzerte am Festpavillon beim Schloss und der "Flashmob" bei "Das Fest" in der Günther-Klotz-Anlage. Aus ersten zaghaften Kontakten sind im Lauf der Jahre intensive, auch persönliche Freundschaften entstanden. Musik kennt eben keine Grenzen!

Mehrfach trat das JOK vor politischer Prominenz auf, so 2008 im Europäischen Parlament in Straßburg vor etwa 100 Abgeordneten und dem Mitglied der Europäischen Kommission Antonio Tajani sowie 2011 und 2012 bei Veranstaltungen in Karlsruhe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und last but not least sind die Jahreskonzerte im wunderschönen Ambiente des Konzerthauses immer wieder ein viel beachteter Farbtupfer im Kulturleben der Fächerstadt.

Eine Momentaufnahme: Das Jugendorchester besteht derzeit aus 81 Musikern, das Vororchester aus 34 Musikern. 65 Jugendliche werden von 16 Instrumental-Lehrkräften unterrichtet. Nach wie vor gilt, was Oberbürgermeister Dullenkopf zum 100. Jubiläum ausgeführt hat: "Die Zeiten haben sich gewandelt, die Aufgabe der Schülerkapelle nicht. Sie ist dieselbe geblieben: Interessierten Schülern und Jugendlichen eine fundierte musikalische Grundausbildung zu geben, ihnen Freude am Musizieren zu vermitteln, sie zur Musik und zu gemeinsamem Musizieren hinzuführen". Und die Stadt Karlsruhe zu repräsentieren.


Norbert Reiner

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